Episoden

Wir sind auf allen gängigen Streaming-Plattformen zu finden. Aber auch hier gibt es alle Episoden zum Hören und zusätzlich noch Literaturempfehlungen für alle, die tiefer in die Vergangenheit einsteigen möchten.

Episode #14 Nordirland, das Protokoll und die mögliche Rückkehr des Bürgerkrieges zwischen Republikanern und Unionisten

Das Nordirland-Protokoll des Brexitabkommens ist keinesfalls ein juristisches Spezialthema. Zwischen 1968 und 1998 tobte ein mörderischer Bürgerkrieg in Nordirland, der jahrhundertealte Wurzeln hat. Dieser droht nun wiederaufzuflammen, wenn dieses Protokoll von der britischen Regierung aufgekündigt werden sollte. Ein Gespräch über tiefe Gräben in der nordirischen Gesellschaft, einen vergessenen Bürgerkrieg in Europa und einen populistischen Premier in 10 Downing Street, London.


Ausgewählte Literaturempfehlungen

Chris Patten: First Confession – A Sort of Memoir, London 2017

David McKittrick/David McVea: Making Sense of the Troubles. A History of the Northern Ireland Conflict, London 2012

Frank Otto: Der Nordirlandkonflikt. Ursprung, Verlauf, Perspektiven, München 2014

The Economist, April 2nd, 2022: So Close, so Far. The Good Friday Deal Deferred the Issue of Irish Unity to the Future Link zum Artikel

Ausgewählte Fernsehberichte/-reportagen

ARD Weltspiegel, 19. Januar 2020: Nordirland. Die „Neue IRA“ in Derry Link zum Bericht

ARTE, 5. Oktober 2021: Re: Pulverfass Nordirland. Streit nach dem Brexit Link zur Reportage

Tonquellen

Tony Blair after the Good Friday agreement in Ulster, 10. April 1998 Link zu YouTube

Hinweis: Trotz intensiver Recherche ist es uns nicht gelungen, die verwendeten Originaleinspieler bis zu ihrer ursprünglichen Quelle über die hier verlinkten YouTube-Videos hinaus rückzuermitteln. Wir bitten um sofortigen Hinweis, falls wir unbeabsichtigt Urheberrechte verletzt haben sollten.

Veröffentlicht am 29. Mai 2022

Episode #13 Völkerbund, Freihandel und Signalling – Wirtschaftssanktionen im Laufe der Geschichte

Unter dem Eindruck der Schlachten des 1. Weltkrieges haben die Siegermächte Wirtschaftssanktionen als ultimative Waffe des Völkerbundes vorgesehen, die Nationen zur Vernunft bringen und ihnen die Luft zum Kämpfen nehmen sollten. Doch der Blick in die Geschichte zeigt, dass Wirtschaftssanktionen diese Wirkung bis heute nie entfaltet haben. Stattdessen dienen sie eher dem Signalling, also der Botschaft, dass man eine bestimmte Politik nicht duldet.


Ausgewählte Literaturempfehlungen

Gary Clyde Hufbauer et al.: Economic Sanctions Reconsidered, 3rd edition, Columbia University Press 2009

Henry Farell: The Modern History of Economic Sanctions, Lawfare Institute Blog, March 1st, 2022 Link zum Artikel

Nicholas Mulder: The Economic Weapon: The Rise of Sanctions as a Tool of Modern War, Yale University Press 2022

Nicholas Mulder: Keynes Warned the World Against Economic Sanctions. His Alternative is Worth Considering, The Guardian, January 20st, 2022 Link zum Artikel

Veröffentlicht am 26. April 2022

Episode #12 Ein Telegramm aus dem Jahr 1946, der KGB, Wladimir Putin und die Zeitenwende

Der nach Moskau entsandte US-Diplomat George Kennan skizziert in einem langen Telegramm an das State Department die Außen- und Sicherheitspolitik der UdSSR während des Kalten Krieges. Geheimdienstnetzwerke sorgen für die Kontinuität dieser Politik unter Wladimir Putin. Und die von Bundeskanzler Scholz beschriebene Zeitenwende ist Ausdruck unserer eigenen Unsicherheit, weil uns in Europa ein sicherheitsstiftendes Narrativ fehlt.


Ausgewählte Literaturempfehlungen

Catherine Bolton: Putins Netz – Wie sich der KGB Russland zurückholte und dann den Westen ins Auge fasste, München 2022

Franziska Davies: Die blutige Quittung, in: Süddeutsche Zeitung, 14. März 2022 Link zum Artikel

Karen Dawisha: Putin’s Kleptocracy. Who Owns Russia?, New York 2015

George Kennan: The Charge in the Soviet Union (Kennan) to the Secretary of State, Telegram, 22 February 1946 Link zum Text

Matthias Dembinski/Daniel Gaus: NATO and the European Security and Defence Identity: Complementary or Mutually Exclusive?, Matthias Dembinski/Kinka Gerke (Hg.): Cooperation or Conflict? Transatlantic Relations in Transition, New York 1998, S. 91-123

Joachim Krause: Amerikanische und europäische Konzepte zur internationalen Ordnung, in: Thomas Jäger/Alexander Höse/Kai Oppermann (Hg.): Transatlantische Beziehungen – Sicherheit, Wirtschaft, Öffentlichkeit, Wiesbaden 2005, S. 35-61

Veröffentlicht am 20. März 2022

Episode #11 Die Kiewer Rus und das Völkerrecht – warum die Ukraine-Krise komplizierter ist als sie sich darstellt

Wie so oft in der Geschichte, so stellt sich auch die Ukraine-Krise bei näherer Betrachtung als komplexer heraus als es den Anschein hat. Es geht um die gemeinsame Vergangenheit der Ukraine und Russlands, das Völkerrecht, die „Schwäche des Westens“ und ein verpasstes „Window-of-opportunity“, das Anfang der 1990er-Jahre offenstand und das möglicherweise wieder geöffnet werden muss.


Ausgewählte Literaturempfehlungen

Andreas Kappeler: Ungleiche Brüder. Ukrainer und Russen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, München 2017

Bardo Fassbender: Die souveräne Gleichheit der Staaten – ein angefochtenes Grundprinzip des Völkerrechts, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Bd. 43/2004, S. 40-47 Link zum Artikel

Edward Pearce: Denis Healy – A Life in Our Times, London 2002

Serhii Plokhy: The Gates of Europe. A History of Ukraine, New York 2021

Gerd Ruge: Weites Land – Russische Erfahrungen, russische Perspektiven, München 1996

Karl Schlögel: Entscheidung in Kiew. Ukrainische Lektionen, München 2015

Kate Tsurkan: 9 Books, Films and Pieces of Music that Shaped Independent Ukraine, in: The Calvert Journal, August 24th, 2021 Link zum Artikel

Navid Kermani: Entlang den Gräben. Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan, München 2018 

Thomas Risse: Paradoxien der Souveränität, in: Internationale Politik, Ausgabe 2/8, 2007, S. 40-47 Link zum Artikel

Veröffentlicht am 30. Januar 2022

Episode #10 Wikinger, Fische und der SC Paderborn

Kolumbus hat nicht Amerika entdeckt. Holzgegenstände aus L’Anse aux Meadows werden mit der Radiokarbonmethode datiert. Französische Fischer dürfen dank der neuen Zollgrenze in der Irischen See zukünftig wohl doch mehr Kabeljau im Ärmelkanal fischen als gedacht. Und die afghanische Fußballnationalmannschaft verstärkt die ostwestfälische Fußballwelt. Nicht das eine Thema steht diesmal im Mittelpunkt, wir berichten uns gegenseitig über Ereignisse, die uns in den letzten Wochen „über den Weg“ gelaufen sind.


Ausgewählte Literaturempfehlungen

Kirsten A. Seaver: Mit Kurs auf Thule. Die Entdeckungsreisen der Wikinger, Ulm 2011

Florian Nussdorfer: Auf der Flucht – Letzte Ausfahrt Ostwestfalen, in: 11Freunde. Magazin für Fußballkultur, Nr. 242, Januar 2022, S. 104-109

Simon Große-Bley und Malin Käter: „Auswärtsspiel“ – Die Flucht der afghanischen Fußballnationalmannschaft nach Paderborn vor dem Hintergrund individueller und gesellschaftlicher Erwartungen an Spitzensport und politischen Widerstand im Kontext des „Kalten Krieges“, 1. Preis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2021 Link zur Dokumentation des Wettbewerbs

Veröffentlicht am 31. Dezember 2021

Episode #9 China – ein Admiral im 15. Jahrhundert, die Rückkehr einer pragmatischen Weltmacht und unser fehlendes Verständnis

Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit hat sich China in den letzten Jahrzehnten wirtschaftlich entwickelt und ist zu einem machtvollen Konkurrenten Europas und der USA auf der geopolitischen Bühne geworden. Mit unserem Gast Hanno Rademacher sprechen wir darüber, wie eine Mitte des 15. Jahrhunderts abgebrochene Reihe von Expeditionen bis nach Afrika im Zusammenhang mit der Neuen Seidenstraße steht, den chinesischen Pragmatismus und dass wir – „der Westen“ – die faszinierende chinesische Zivilisation in ihrer Komplexität immer noch nicht verstehen.


Ausgewählte Literaturempfehlungen

Henry Kissinger: On China, New York 2011

Klaus Mühlhahn: Geschichte des modernen China. Von der Qing-Dynastie bis zur Gegenwart, München 2021

Konrad Seitz: China. Eine Weltmacht kehrt zurück, München 2000

Stefan Baron und Guangyan Yin Baron: Die Chinesen – Psychogramm einer Weltmacht, Berlin 2019

Wolfgang Bauer: Geschichte der chinesischen Philosophie – Konfuzianismus, Daoismus, Buddhismus, München 2018

Veröffentlicht am 15. November 2021

Episode #8 Die Bundestagswahlen 1969 und 1998 – Epochenbrüche und dazwischen die „geistig-moralische Wende“? Die Wahl 2021 am roten Faden der Geschichte.

Die Bundestagswahl 2021 hat das Zeug, eine neue Ära einzuleiten – ganz so, wie die Wahlen von 1969 und 1998 sowie das konstruktive Misstrauensvotum von 1982. Wir diskutieren die großen Zäsuren der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte und zeigen dabei den roten Faden auf, den #BTW21 aufnehmen könnte.


Ausgewählte Literaturempfehlungen

Jens Balzer: High Energy. Die Achtziger – das pulsierende Jahrzehnt, Berlin 2021

Dominik Geppert: Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, München 2021

Wolfgang Rudzio: Das politische System der Bundesrepublik Deutschland, 2019

Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen. Bd. 2: Deutsche Geschichte vom „Dritten Reich“ bis zur Wiedervereinigung, München 2000


Tonquellen

Willy Brandt Interview Wahlabend 1969 Link zu YouTube

Regierungswechsel 1982 – Helmut Schmidt über das Misstrauensvotum Link zu YouTube

Machtwechsel von Helmut Kohl zu Gerhard Schröder 1998 Link zu YouTube

Hinweis: Trotz intensiver Recherche ist es uns nicht gelungen, die verwendeten Originaleinspieler bis zu ihrer ursprünglichen Quelle über die hier verlinkten YouTube-Videos hinaus rückzuermitteln. Wir bitten um sofortigen Hinweis, falls wir unbeabsichtigt Urheberrechte verletzt haben sollten.

Veröffentlicht am 21. September 2021

Episode #7 Afghanistan, das Scheitern des Westens und die Zwickmühle des Nation Buildings

20 Jahre Krieg des Westens in Afghanistan gehen im Spätsommer 2021 zu Ende. Die Taliban erobern immer größere Teile des Landes zurück. Also alles wieder auf Anfang? Was wollte man eigentlich erreichen? Letztlich ist der Westen dort am Nation Building gescheitert – warum das eigentlich nicht überrascht, diskutieren wir in dieser Folge.

Wir danken dem amerikanischen Parlamentsfernsehsender C-SPAN für die Zustimmung, Tonausschnitte aus seiner Übertragung der Rede von Zbigniew Brzezinski „Afghanistan: Basic questions and strategic choices“ anlässlich einer Veranstaltung der Rand Corporation am 9. October 2009 nutzen zu dürfen.


Ausgewählte Literaturempfehlungen

Berit Bliesemann de Guevara/Florian P. Kühn: Illusion Statebuilding. Warum sich der westliche Staat so schwer exportieren lässt, Hamburg 2010

Simon Chestermann/Michael Ignatieff/Ramesh Thakur (Hrsg.): Making States Work. State Failure and the Crisis of Governance, New York 2005

Francis Fukuyama: Nation Building 101, The Atlantic, Issue January/February 2004 Link zum Artikel

Susanne Koelbl/Olaf Ihlau: Krieg am Hindukusch. Menschen und Mächte in Afghanistan, München 2009

Dominic Tierney: Avoiding Nation-Building: From Nixon to Trump, Parameters, Volume 48 (2018), Issue 1, S. 25-36 Link zum Paper 

Veröffentlicht am 9. August 2021

Episode #6 „Retain and explain“, Elberfelder Kaufleute und die Frage: Wer schreibt die Geschichte?

Als am 7. Juni 2020 die Statue von Edward Colston ins Hafenbecken von Bristol geworfen wurde, brodelte damit unter dem Eindruck der „Black Lives Matter“-Bewegung ein Konflikt an die Oberfläche, der schon länger schwelte: Wie umgehen mit der westlich zentrierten Sichtweise auf die Zeit des Kolonialismus? Dabei stehen sich das sogenannte „woke“-Lager und die Verteidiger der hergebrachten Erinnerungskultur zunehmend unversöhnlich gegenüber; und auch in Deutschland ist die Diskussion um den Umgang mit Raubkunst aus der Südsee entbrannt. Unser Podcast zeichnet die Konfliktlinien nach und geht dabei auch auf Wuppertals Verbindungen mit der Kolonialära ein.


Ausgewählte Literaturempfehlungen

Götz Aly: Das Prachtboot. Wie Deutsche die Kunstschätze der Südsee raubten, Berlin 2021

Alex Barker und Peter Foster: The ‘war on woke’: who should shape Britain’s history?, Financial Times, online edition, June 11th, 2021 Link zum Artikel

Niall Ferguson: Empire. How Britain Made the Modern World, London 2003

Dan Hicks: The Brutish Museums. The Benin Bronzes, Colonial Violence and Cultural Restitution, London 2020

Heiko Schnickmann: Handel, Mission und Straßennamen – Koloniale Spuren im Wuppertal, Wuppertal 2021 Link zum Artikel

Winfried Speitkamp: Deutsche Kolonialgeschichte, Stuttgart 2014

Steffen Wenig: „Herr Oberst, billigen Sie diese Abscheulichkeiten?“, Die Zeit, 24. Juni 2021 Link zum Artikel

Veröffentlicht am 28. Juni 2021

Episode #5 Eine Polarexpedition im 19. Jahrhundert, getauchte U-Boote und der Klimawandel

Die Arktis taut auf und wird zu einer geostrategisch bedeutsamen Region. Der Klimawandel macht es möglich. Im Jahr 1848 verschwindet die britische Franklin-Expedition auf der Suche nach der Nordwest-Passage im damals noch vorhandenen ewigen Eis. Heute nutzt Kanada diese Expedition, um seine Territorialansprüche in der Arktis völkerrechtlich zu begründen. Es geht um „innere Gewässer“ und „Meerengen“, die Straße von Hormus und die Straße von Malakka. Und um ein „useless piece of real estate“ auf dem sich zwei Staaten mit Whiskey und Aquavit bekämpfen.


Ausgewählte Literaturempfehlungen

Höfelmeier, Anja: Der völkerrechtliche Status der Nordwestpassage im Spannungsfeld zwischen internationalem Seerecht und arktischer Souveränität, Freiburger Informationspapiere zum Völkerrecht und Öffentlichem Recht, Nr. 6, 2013
Link zum Aufsatz

Marzio G. Mian: Die neue Arktis. Der Kampf um den hohen Norden, Wien und Bozen 2019

Miaojia Liu und Jacob Kronbak: „The potential economic viability of using the Northern Sea Route (NSR) as an alternative route between Asia and Europe“ in: Journal of Transport Geography, Vol. 18 (2010), Issue 3, S. 434-443 Link zum Aufsatz

Michael Palin: Erebus. The story of a ship, London 2018

Elizabetht Riddell-Dixon: Breaking the ice. Canada, sovereignty, and the Arctic extended continental shelf, Toronto 2017

The Economist: What is the Northern Sea Route?, 24. September 2018 Link zum Artikel

Videoaufnahmen aus dem Wrack der HMS Terror

Parks Canada: Guided Tour Inside HMS Terror Link zum Video

Veröffentlicht am 15. Mai 2021

Episode #4 Herr Brinkhaus, die Preußischen Reformen und die Frage „Können wir Revolution?“

Ein hochaktueller Blick zurück in die Vergangenheit. Die Welt ändert sich und der Schrei nach Reformen ist laut. Ein Interview eines CDU-Fraktionsvorsitzenden, zwei Herren aus dem 19. Jahrhundert und die Reden von zwei Bundespräsidenten, die 24 Jahre auseinander liegen.


Ausgewählte Literaturempfehlungen

Arthur Benz und Gerhard Lehmbruch (Hg.): Föderalismus, Wiesbaden 2002

Ralph Brinkhaus: Wir brauchen eine Revolution, Interview in „Welt am Sonntag“, Nr. 8, 21. Februar 2021 Link zum Interview

Roman Herzog: Aufbruch ins 21. Jahrhundert, Berliner Rede des Bundespräsidenten am 26. April 1997 Link zur Rede

Arend Lijphart: Patterns of Democracy, New Haven/London 1999

Frank Walter Steinmeier: Fernsehansprache des Bundespräsidenten zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie am 3. April 2021 Link zur Rede

Heinrich-August Winkler: Der lange Weg nach Westen – Deutsche Geschichte I: Vom Ende des Alten Reiches bis zum Untergang der Weimarer Republik, München 2014

Veröffentlicht am 13. April 2021

Episode #3 GO, KI und die Suez-Krise – und was das Alles mit Sputnik zu tun hat

Am 4. Oktober 1957 hat die Sowjetunion einen Satelliten gestartet: Sputnik. Sein Kurzwellensignal hat die USA in Aufregung versetzt, weil es die Überlegenheit des Landes in Frage gestellt hat. Die USA haben mit massiven Investitionen in Bildung und Wissenschaft reagiert, die sie zu einer High Tech-Nation gemacht haben. Der Sputnik-Schock ist zu einer Metapher für Systemkonkurrenz geworden – wir gehen der Frage nach, warum es ein Schock war. Und: ob wir in Europa unseren eigenen Sputnik-Schock brauchen, um im Systemwettbewerb mit China bestehen zu können.

Kleiner Gruß von Jakob: Die Suez-Krise hat sich natürlich 1956/57 ereignet, und nicht 1856/57. Er ist einfach viel zu sehr mit dem 19. Jahrhundert beschäftigt.


Ausgewählte Literaturempfehlungen

Magnus Andersson: Change and continuity in Poland’s environmental policy, Dordrecht 1999

Paul Dickson: Sputnik – the shock of the century, Lincoln 2001

Kai-Fu Lee: AI superpowers – China, Silicon Valley and the new world order, New York 2018

John. R. Searle: Minds, brains, and programs, in: Behavioral and Brain Sciences, Vol. 3, Issue 3: 417-457, 1980 Link zum Aufsatz

Stephen Walt: The enduring relevance of the realist tradition,  in Ira Katznelson and Helen Milner (Hg.): Political science: state of the discipline IIINorton, 2002

Kenneth N. Waltz: Man, the state and war. A theoretical analysis, New York 1959

Veröffentlicht am 7. März 2021

Episode #2 Der amerikanische Bürgerkrieg, die Dixiecrats und Donald Trump

Die amerikanische Gesellschaft ist tief gespalten. Dies ist nicht das Ergebnis der vierjährigen Amtszeit von Donald J. Trump, sondern eines seit langer Zeit stattfindenden Prozesses mit tiefsitzenden historischen Wurzeln. Wir werfen einen kleinen Blick darauf – 1861, 1964 und die Ausdifferenzierung des amerikanischen Parteiensystems.

Wir danken der LBJ Presidential Library für die Zustimmung, Ausschnitte aus Lyndon B. Johnsons Rede „The American Dream“ nutzen zu dürfen.


Ausgewählte Literaturempfehlungen

Robert A. Caro: The years of Lyndon Johnson, Vols. I-IV, New York/Toronto, 1990

Ezra Klein: Why we are polarized, New York, 2020

James M. McPherson: Für die Freiheit sterben (Originaltitel: „Battle Cry for Freedom“), München, 1992 (1988)

George Packer: The unwinding. An inner history of the new America, New York, 2013

Hans L. Trefousse: Andrew Johnson, in: American National Biography (online), 2000 Link zum Artikel

Hans L. Trefousse: Rutherford B. Hayes, in: Arthur M. Schlesinger, Jr. (Hg.): The American Presidents Series, New York, 2002

Veröffentlicht am 31. Januar 2021

Episode #1 Ægir und der Kabeljau. Die isländisch-britischen Kabeljaukriege, der Brexit und der Klimawandel

In der ersten Episode beleuchten wir die britisch-isländischen Kabeljaukriege, deren Strahlwirkung bis hin zum Brexit – und was das Alles mit Nachhaltigkeit in der Fischerei zu tun hat.


Ausgewählte Literaturempfehlungen

Ingo Heidbrink: „Deutschlands einzige Kolonie ist das Meer!“ Die deutsche Hochseefischerei und die Fischereikonflikte des 20. Jahrhunderts, Bremerhaven, 2004

Robert Saunders: Brexit and empire: „Global Britain“’ and the myth of imperial nostalgia, The Journal of Imperial and Commonwealth History, Volume 48, Issue 6, 2020, Seiten 1140-1174

Harriet Sherwood: What’s the catch? British fishermen’s hopes and fears for Brexit deal, The Guardian, 23. Februar 2020 Link zum Artikel

Sverrir Steinsson: The Cod Wars: a re-analysis, European Security, Volume 25, Issue 2, 2016, Seiten 256-275 Link zum Aufsatz

Colin Talbot: Labour and Brexit: the party does the splits, Prospect, 19. September 2019 Link zum Artikel

Jón Th. Thór: British trawlers and Iceland 1919-1976, Gothenburg, 1995

Veröffentlicht am 19. Dezember 2020